trainingslager:
Zurück aus der Dominikanischen hiess es am Wochenende drauf den noch warmen Karibiksand aus meiner Eishockey- = Reisetasche zu beuteln, denn es sollte auf Trainingslager in die Tschechei gehen. Um den sensationellen Preis von 18 Hundertern wurde uns ein dreitägiger Traumaufenthalt mit:
täglich 2 Eiszeiten
Unterbringung in DEM Eishockey-Hotel von Brünn: Boby
Essen und 1 Getränk inklusive
1 mal täglich Massage, Fitness-Studio oder Schwimmen
und nicht zu vergessen: Die Hoibe um 10 Schilling! (Discopreis)
Doch einmal mehr bewahrheitete sich ein altes Sprichwort:
"ERSTENS KOMMT ES ANDERS UND ZWEITENS ALS MAN DENKT"

Mit von der Partie waren (v.hi.l
nach v.r.): Andreas Flux, ?Name?, Andreas Gessl, Patrick Schickengruber, Horst
Gessl, Alfred Fluch, ich, Heinz Zöttl und Thorsten Tomitsch.
Tut mir leid, aber ich habe nur dieses unscharfe Foto :::-(((
Neben den Aktiven war auch noch eine Reihe Begleitpersonal mit auf die Reise gegangen: Andi G.s Maria und Horstis Eva, nicht zu vergessen unsere moralische und immer trinkfeste Stütze: Günther!
Bei der Abreise stellten wir zum
ersten mal fest, dass auf der Buchungsquittung nirgends der Name "Boby"
zu finden war aber vielmehr ein Hotel namens "Dukla".
No Prob dachten wir und starteten Richtung Grenze. Nach fünf Stunden
Kleinbusreise in Brünn angekommen fragten wir nach unserer Logie, aber jeder
Befragte gab uns durch Kopfschütteln zu verstehen, dass er kein Hotel Dukla
kenne. Nach einer Stunde Irrfahrt durch Brünn kontaktierten wir unseren Trainer
Milan, der mit uns einen Treffpunkt vor dem Hotel Europa vereinbarte. Mit einem
verschmitzten Lächeln auf dem Gesicht teilte er uns mit, dass unser Hotel
"ein bisschen ausserhalb von Brünn" liegt. Um genau zu sein: ein
bisschen 35 km. Wir machten auch daraus das Beste und sagten uns: "Naja,
wenigstens haben wir bessere Chancen ab und zu nüchtern auf´s Eis zu
fahren".
In dem Nest angekommen beamte es und aber endgültig vom Hocker: Beim Anblick des Hotels, das sich nicht einmal die zwei Sterne wirklich verdient hatte - und das heisst was für tschechische Verhältnisse - war das Lächeln des Trainers unmissverständlich: Unser "Organisationskomitee Günther" hat mal wieder ganze Arbeit geleistet :-).
Nachdem wir sämtliche hygienische Grundsätze über Board geworfen und unsere Zimmer bezogen hatten, pilgerten wir zum ersten Mal Richtung "Eishalle". Auch die war kaum zu über...äh unterbieten: überdachtes Kunsteis wäre ja an sich ganz in Ordnung - nur die Natureinflüsse von oben waren nicht das Problem. Die Sonne schien leider in sehr schrägem Winkel auf das Eis, sodass wir lange auf einer einzigen Lache eintanzten. Die Duschen taten ihr übriges, sodass bei uns der Ersteindruck ziemlich in die Hosen ging.
Ganz anders stellte sich uns hingegen das Nachtleben dar: Die einzige Disco-Bar des Ortes war wenigstens im Keller unseres Hotels, sodass wir dort die erste von zwei Nächten zum Tag machten. Dabei ist eines absolut erwähnenswert: Der Unterschied in der Optik der Mädels aus dem "Osten" zu unseren aus der "Wohlstandsgesellschaft" fällt sofort ins Auge. Durchwegs (sogar in diesem Kaff!) gute Figur - im speziellen: perfekte Beine - und nette Gesichter. Zu dem kommt noch ein echtes Interesse für Sport, was etliche Zuschauerinnen an unserem ersten Trainingsabend bewiesen.
Am nächsten Morgen waren die meisten von uns sowieso nur mit einem Bein auf dem Eis, was aber unseren echt coolen Trainer nicht wirklich störte. Ihm war es auch zu verdanken, dass wir den zweiten Abend zum Spottpreis ein Taxi von Nest->Brünn und retour bekamen - generell war er glaube ich sowieso der "Oberchecker" von ganz Brünn: kannte jeden, machte mit jedem kleinere Geschäftchen und war noch dazu perfekter Hockey-Spieler.
Der Abend in Brünn in den ans
"Boby" angeschlossenen Discos war dann aber wirklich vom
Feinsten und damit meine ich nicht nur die Getränkepreise:
Zwei absolute Tanztempel (1 Dancefloor, 1 Techno-House) hielten Labinsky, Patrik
und mich bis 3 Uhr morgens auf den Beinen und was da so im gemeinen Partyvolk
herumspazierte könnte so manche österreichische GoGo-Girls locker an die Wand
knallen...
...aber wir waren ja zum Hockeyspielen hier ;-) und mussten deswegen schon so früh abziehen, weil wir am Sonntag morgen ein Spielchen mit einer Einheimischen Auswahl absolvieren wollten. Die Auswahl bestand daraus, dass wir uns aus allen trainierenden Mannschaften die Schlechteste ausgewählt hatten...
Das Ergebnis ein 8:8 Remis, das hier nicht weiter kommentiert werden soll...
Hier nun einige Shots von Horstis Freundin:
Fazit: Ein absolut geiles Wochenende, das uns wieder an die Wurzeln des Sportes brachte und uns zeigte, dass wir unseren "Luxus" wirklich nicht so nötig haben - schliesslich ist es immer noch wichtiger, wie man spielt als mit welchen Equipment.